Dies ist nun schon das 6. Jahr meiner Mittwochstouren.
Einiges hat sich verändert an meinem Blog in dieser Zeit.
So kann ich keine Läufe mehr machen wie noch 2012, ich gehe auch nicht mehr strikte an jedem Mittwoch auf Wanderschaft, dafür nehme ich mir mehr Zeit fürs Fotografieren.

Auch 2017 wird es wieder Veränderungen geben.
Ich habe jetzt zwar mehr Zeit fürs Wandern und Biken, aber ich werde davon seltener einen Blog schreiben.
Ich will nur dann einen Bericht schreiben, wenn ich etwas Besonderes erlebt habe - ich will mich keinesfalls selber unter Druck setzen, an einem neblig grauen Tag einen Bericht schreiben zu "müssen" nur weil Mittwoch ist.

Wandern kann ich ja dann trotzdem, auch im Regen.



Die bisherigen Touren der früheren Jahre:

Neu gibt es jetzt noch einen Bericht über meine Freizeitbeschäftigung: derwegzumboot.blogspot.com

Kontakt: alfred-lehmann@bluewin.ch

Dienstag, 8. August 2017

7.8.2017 Wanderung Lenk - Leiterli - Stooss

Ich kenne den Wanderweg entlang dieses Baches gut:



So schön sie auch ist - die erste Herbstzeitlose im Jahr ist für mich nie ein freudiges Ereignis - sie kündigt das nahende Ende des Sommers an....



Es hat schon noch Blumen, aber niemals mehr so vielfältig wie vor 1-2 Monaten:




Diese Sennhütte ist aber immer noch in vollem Blumenschmuck:



Der Tümpel oberhalb der Mittelstation hätte mal eine Pflege nötig, um ihn vor der gänzlichen Verlandung zu bewahren:



Diese Libellen fühlen sich hier noch wohl und fliegen um die Wette (resp. wohl eher um die Weibchen..):





Musikalität und Lenker Bergbahnen - das passt etwa zusammen wie eine Coupe Romanoff und Suurchabis.

Im vorletzten Jahr haben die Bahnen als Attraktion dieses Glockenspiel am Skiliftseil montiert. Beim fahrenden Seil schlugen die Glocken an einer Stange an, dabei ertönte mehr oder weniger die Melodie "alle meine Entelein".
Jedoch: Am Ende des Verses folgt ja nach Viertelnoten 2mal eine halbe Note - und man kann schon von Auge sehen, dass diese halben Noten (beim mittleren Bügel) nur etwa 1,7 mal so lang sind wie die Viertelnoten - das schmerzt richtig in den Ohren! - wie banausenhaft!







Bild von 2015:

Link:
30.9.2015  Lenk - Trütlisbergpass







Nun haben die Lenker Bergbahnen eine neue musikalische Katastrophe aufgebaut:



Diesmal führen von einer Art Klaviertastatur (mit grossen Tasten) Druckluftschläuche zu den Glocken.
Männiglich versucht hier, seine Klavierkenntnisse mit "roti Röösli" oder ähnlichem unter Beweis zu stellen.

Aber ach!
Zwar sind die kleineren (höher klingenden) Glocken tatsächlich rechts, aber die Unterschiede zwischen den Tönen sind z.B. 0,62 oder 1,34, aber niemals 1 ganzer Ton!!
Wie jämmerlich!

Damit werden sie keine Gäste aus dem benachbarten Gstaad hierher locken.
Man stelle sich vor: Am Vorabend ein Violinkonzert mit internationalen Spitzenmusikern am Menuhin-Festival in Gstaad - und am nächsten Tag dieses klägliche Gebimmel auf dem Leiterli....


Pure Ratlosigkeit.

Wenn ich in meinen nun mehr als 30 Jahren Guitarrestunden solche Harmonien und Takte spielen würde, dann hätte mich Daniel schön längstens aufgegeben und ausgemustert.



Doch ich will nicht nur klagen und kritisieren (aber es folgt dann noch mehr!).



Etwas später finde ich auf dem Blumenweg den Namen dieser Distel:




Dann ein grosser Glücksfall:



Dieser recht grosse Vogel fliegt in nicht allzu grosser Ferne von einem Pfosten zum nächsten.
Beim Vorbeiflug erahne ich von Auge den gestreiften Bauch und spitze Flügel und glaube, einen Sperber oder ähnliches gesehen zu haben.
Doch zu Hause am PC dann: dieser Schnabel ist keinesfalls der eines Greifvogels.

Grübel, grübel.

Im Vogelbuch finde ich dann:  das muss ein Kuckuck sein!!
(das wurde inzwischen von Hans verifiziert).
Den habe ich noch gar nie so aus der Nähe gesehen!






Panorama vom Leiterli:

Es ist einfach dramatisch, was mit unseren Schneebergen passiert!
Kaum noch Schneeresten!



Der Wildstrubel von der Lenk aus heute...:



... und im September 2015:







In früheren Jahren blieb im Sommer immer noch etwas Restschnee übrig.











Das Gletscher(!!)horn heute:



Man wird es wohl bald umbenennen müssen!





Auf der Dufourkarte ist es noch ringsum von mächtigen Gletschern umgeben.









Und hier in diesem Wasserfall (der noch nie so mächtig war) geht die Pleine morte bachab:



Es fällt mir schwer, aus diesen kahlen Felsbrocken ein schönes Abschlussbild zu finden.

Doch - dann kommt mir am nächsten Morgen um 06.15 Uhr der Himmel zu Hilfe!:





:

Mittwoch, 2. August 2017

1.8.2017 Wanderung zu den Edelweissen

Es zieht mich wieder einmal auf den Edelweiss-Berg, in der Umgebung des Lauenensees.
In der Einsamkeit dort oben kann ich dem sinnlosen 1.August Geknalle entfliehen.

Wiederum der Lauenensee, diesmal von einer anderen Seite:










Ein gewöhnliches Blatt am Boden ....










...  im Gegenlicht der Morgensonne noch etwas verschönert:


Auf einer Alp muss ich die Wanderwege verlassen, mein Pfad führt nun entlang dieses Bächleins:




Nach einem Anstieg über Bergmatten kommt mein Ziel in Sicht:



???
Ich erinnere mich, dass ich jeweils über die rechte Flanke zum Gipfel aufgestiegen bin - aber ich kann mir nie und nimmer vorstellen, dort hochzusteigen!

Es hat hier auch keine Wege mehr, und ich habe eine etwas andere Route erwischt.
Ich muss noch links um diesen Berg herumwandern, dann kommt erst der "richtige" Gipfel in Sicht:



Der kommt mir nun wieder bekannt vor!
Man kann auf steilem Grasabhang direkt unter dem eigentlichen Gipfel an die rechte Flanke gelangen, dann gibts ganz zuletzt noch ein kurzes Kraxel-Stück:




Oben dann eine grosse ebene Blumenmatte:



Und dann finde ich sie wieder, die Edelweisse.
Nicht zwei, drei, sondern viele Hunderte!:







Oftmals wachsen die schönsten ganz am Rand, an der Kante zu den senkrechten Felswänden.
Ich lasse mich natürlich auf keine Experimente ein und krieche auf dem Bauch auf sicherem Untergrund zu diesen Fotosujets:






Leider muss ich diesen schönen Ort dann wieder verlassen und mich auf den Abstieg machen - in wenigen Stunden naht eine Gewitterfront, die ich nicht hier oben erleben möchte.





Bis zu einem nächsten Jahr denn!





An dieser Stelle möchte ich nochmal auf meinen Bootsbau-Blog hinweisen, das Projekt nimmt nun schon richtig Formen an!





Link:  www.derwegzumboot.blogspot.com








Dienstag, 18. Juli 2017

14.7.-17.7.2017 Biketour - Gemmi - Hahnenmoos - Trütlisbergpass - Chrinne - Sanetschpass

Dies ist die alljährliche Biketour mit unserem Jassclub "Buur selbander" - die prallvolle Jasskasse wird geleert (und noch etwas überzogen...).


Wir reihen meine 3 Rekognoszierungstouren der letzten Wochen aneinander:

Links:

27.6.2017 Frutigen - Hahnenmoos - Lenk
22.5.2017 Lenk - Trütlisbergpass - Lauenen - Chrinne - Gsteig
6.7.2017 Gstaad - Sanetschpass - Sion


Tag 1: Goppenstein - Gampel - Albinen - Leukerbad - Gemmi (Bähnli)
Tag 2: Gemmi - Kandersteg - Frutigen - Adelboden - Hahnenmoos - Lenk
Tag 3: Lenk - Trütlisbergpass - Lauenen - Chrinne - Gsteig - Gstaad
Tag 4: Gstaad - Gsteig - Sanetschpass (Bähnli) - Sion

In diesem Blog gibt es zwangsläufig viele Biker-Bilder, mehr in Abfahrten als bergauf...

Start also in Goppenstein.
Die alte Strasse durch die Lonzaschlucht ist gesperrt und mit viel Geröll und Aesten übersät.
Wir nehmen sie trotzdem.
Es ist uns bekannt, dass unterwegs irgend einmal eine Brücke weggespült wurde...:



.... aber es gibt einen Umgehungspfad mit einem Steg über die Lonza:



Auf dem Weg über Albinen nach Leukerbad kann ich die einzigen zwei Schmetterlinge fotografieren - in der Gruppe kann ich natürlich nicht dauernd stehenbleiben...   :(




In Leukerbad besuchen wir erst mal das Thermalbad.

5 dieser Köpfe gehören uns:



....   diese:



Am Abend fahren wir mit der Seilbahn zum Uebernachten ins (hervorragende!) Hotel Wildstrubel auf dem Gemmipass:



Welches Panorama am Morgen beim Aufstehen!



... und welche Aussicht vom Frühstückstisch!:



In die andere Richtung der Wildstrubel, mit der Lämmernhütte:



Die Abfahrt Richtung Kandersteg beginnt empfindlich kühl mit Bise, hier am Daubensee:



Es folgt der steile Weg hinunter nach Kandersteg...,




... bevor es durch lieblichere Landschaften im Schuss nach Frutigen geht:



Der Anstieg über die alte Adelbodenstrasse (über Elsigbach) und das Hahnenmoos ist mit gesamthaft 1700m Höhendifferenz anstrengend - davon habe ich keine Bilder...

Dann gibts eine stimmungsvolle Abfahrt vom Hahnenmoos auf den Bühlberg:




Ein kulinarischer Höhepunkt unserer Reise ist das Nachtessen in der Chemi-Stube oberhalb von St.Stephan:




Am nächsten Tag gehts über den Trütlisbergpass, dann an den Lauenensee:



Der Blick auf den Lauenensee hinunter ist immer wieder grandios:



Auf dem Weg vom See zum Chrinnepass hat es schöne Singletrails - nur leider bergauf.....:



... aber oben hat es auch "richtig" schöne:



 Gsteig in Sicht:



Wir müssen noch nach Gstaad zum Uebernachten in unser Hotel fahren (und morgen wieder zurück) - in Gsteig gibts an einem Sonntag Abend nirgendwo etwas zu essen ...

Der letzte Tag beginnt wieder sonnig:



Wir fahren mit dem Bähnli auf den Sanetschpass und die letzten paar Hundert Meter mit dem Bike auf die Passhöhe:

Wieder dieses wunderschöne kleine Seelein auf dem Sanetschpass:




Zum Schluss unserer Reise kommt nun noch die Abfahrt nach Sion, beginnend mit einem spektakulären steilen Gras-Abhang:








Die schöne Abfahrt endet schliesslich in den Reben bei Sion:




Eine wiederum grossartige und kameradschaftliche Tour geht bei bestem Wetter zu Ende - nun müssen wir sofort beginnen, unsere Jasskasse wieder eifrig einzufüllen!