Dies ist nun schon das 6. Jahr meiner Mittwochstouren.
Einiges hat sich verändert an meinem Blog in dieser Zeit.
So kann ich keine Läufe mehr machen wie noch 2012, ich gehe auch nicht mehr strikte an jedem Mittwoch auf Wanderschaft, dafür nehme ich mir mehr Zeit fürs Fotografieren.

Auch 2017 wird es wieder Veränderungen geben.
Ich habe jetzt zwar mehr Zeit fürs Wandern und Biken, aber ich werde davon seltener einen Blog schreiben.
Ich will nur dann einen Bericht schreiben, wenn ich etwas Besonderes erlebt habe - ich will mich keinesfalls selber unter Druck setzen, an einem neblig grauen Tag einen Bericht schreiben zu "müssen" nur weil Mittwoch ist.

Wandern kann ich ja dann trotzdem, auch im Regen.



Die bisherigen Touren der früheren Jahre:

Neu gibt es jetzt noch einen Bericht über meine Freizeitbeschäftigung: derwegzumboot.blogspot.com

Kontakt: alfred-lehmann@bluewin.ch

Montag, 14. August 2017

14.8.2017 Wanderung Sulwald - Lobhornhütte - Sulegg

Man sieht sie von vielen Aussichtspunkten im Emmental und im Thunerseegebiet aus, die Sulegg: ein langgezogener Grasrücken, meistens nicht am Horizont und deshalb wird sie oft übersehen.

Hier ein Bild von meinem ersten Blog-Jahr 2012:

Link:  14.11.2012: Mit Bike und Berglauf Thun - Niederhorn



Von Isenfluh im Lütschinental gehts mit dem Bähnli hoch nach Sulwald.

Ach schon wieder - und erst noch gleich mehrere!:




Nach etwa einer Stunde Weg kommt die Lobhornhütte in Sicht...:



... und bald darauf auch erstmals die Lobhörner:



Bei der Hütte gibts einen Stop mit Kaffee und feinem Kuchen:



Etwas abseits dieses etwas besondere Oertchen:
Ich nehme den Jungfraublick...



Dann gehts bergan, und bei einer Biegung kommt die Sulegg in Sicht:



Das Panorama ist einfach grossartig, und es wird noch immer schöner, je höher ich komme:





Unterwegs:







Ein schmaler Pfad führt über Matten auf die Sulegg. Oben sitzen schon 2 Personen - die einzigen beiden, die ich nach der Lobhornhütte noch antreffe.



Ich verstehe nicht recht, wieso dieses wunderschöne Gebiet durch keinerlei Wanderwege erschlossen ist:



Oben angekommen: wie erwartet ist dann auch die Aussicht zur Nordseite mit Thuner- und Brienzersee spektakulär:



Ich wandere weiter über den Grat südwärts, dann in diesen Talkessel hinein, und schliesslich zum Grat auf der anderen Seite hoch - dort hat es wieder einen Weg zu den Lobhörnern.

(Auf jenem Grat bin ich früher schon mal gewandert:
Link: 1.7.2015 Wanderung zu den Lobhörnern)




Unterwegs hat es gar keine Wege.
Aber ich habe mir eine Rückzugsroute gemerkt: an den Seelein vorbei wieder zurück zum Aufstiegsweg, falls es irgendwo für mich nicht weitergehen sollte (es gibt auch noch 2 Bäche zu überqueren).

Absolut verlassene Seelein - zuerst nur ein kleiner Tümpel ...:



... später dann ein grösseres Seelein - Blick zu den Alpen und zu den Lobhörnern:





Der Bach ist hier oben noch ganz klein - gar kein Problem zum Ueberqueren...



... und dann ein letzter Blick zurück zur Sulegg:



Das war wieder eine ganz imposante schöne Tour!





Dienstag, 8. August 2017

7.8.2017 Wanderung Lenk - Leiterli - Stooss

Ich kenne den Wanderweg entlang dieses Baches gut:



So schön sie auch ist - die erste Herbstzeitlose im Jahr ist für mich nie ein freudiges Ereignis - sie kündigt das nahende Ende des Sommers an....



Es hat schon noch Blumen, aber niemals mehr so vielfältig wie vor 1-2 Monaten:




Diese Sennhütte ist aber immer noch in vollem Blumenschmuck:



Der Tümpel oberhalb der Mittelstation hätte mal eine Pflege nötig, um ihn vor der gänzlichen Verlandung zu bewahren:



Diese Libellen fühlen sich hier noch wohl und fliegen um die Wette (resp. wohl eher um die Weibchen..):





Musikalität und Lenker Bergbahnen - das passt etwa zusammen wie eine Coupe Romanoff und Suurchabis.

Im vorletzten Jahr haben die Bahnen als Attraktion dieses Glockenspiel am Skiliftseil montiert. Beim fahrenden Seil schlugen die Glocken an einer Stange an, dabei ertönte mehr oder weniger die Melodie "alle meine Entelein".
Jedoch: Am Ende des Verses folgt ja nach Viertelnoten 2mal eine halbe Note - und man kann schon von Auge sehen, dass diese halben Noten (beim mittleren Bügel) nur etwa 1,7 mal so lang sind wie die Viertelnoten - das schmerzt richtig in den Ohren! - wie banausenhaft!







Bild von 2015:

Link:
30.9.2015  Lenk - Trütlisbergpass







Nun haben die Lenker Bergbahnen eine neue musikalische Katastrophe aufgebaut:



Diesmal führen von einer Art Klaviertastatur (mit grossen Tasten) Druckluftschläuche zu den Glocken.
Männiglich versucht hier, seine Klavierkenntnisse mit "roti Röösli" oder ähnlichem unter Beweis zu stellen.

Aber ach!
Zwar sind die kleineren (höher klingenden) Glocken tatsächlich rechts, aber die Unterschiede zwischen den Tönen sind z.B. 0,62 oder 1,34, aber niemals 1 ganzer Ton!!
Wie jämmerlich!

Damit werden sie keine Gäste aus dem benachbarten Gstaad hierher locken.
Man stelle sich vor: Am Vorabend ein Violinkonzert mit internationalen Spitzenmusikern am Menuhin-Festival in Gstaad - und am nächsten Tag dieses klägliche Gebimmel auf dem Leiterli....


Pure Ratlosigkeit.

Wenn ich in meinen nun mehr als 30 Jahren Guitarrestunden solche Harmonien und Takte spielen würde, dann hätte mich Daniel schön längstens aufgegeben und ausgemustert.



Doch ich will nicht nur klagen und kritisieren (aber es folgt dann noch mehr!).



Etwas später finde ich auf dem Blumenweg den Namen dieser Distel:




Dann ein grosser Glücksfall:



Dieser recht grosse Vogel fliegt in nicht allzu grosser Ferne von einem Pfosten zum nächsten.
Beim Vorbeiflug erahne ich von Auge den gestreiften Bauch und spitze Flügel und glaube, einen Sperber oder ähnliches gesehen zu haben.
Doch zu Hause am PC dann: dieser Schnabel ist keinesfalls der eines Greifvogels.

Grübel, grübel.

Im Vogelbuch finde ich dann:  das muss ein Kuckuck sein!!
(das wurde inzwischen von Hans verifiziert).
Den habe ich noch gar nie so aus der Nähe gesehen!






Panorama vom Leiterli:

Es ist einfach dramatisch, was mit unseren Schneebergen passiert!
Kaum noch Schneeresten!



Der Wildstrubel von der Lenk aus heute...:



... und im September 2015:







In früheren Jahren blieb im Sommer immer noch etwas Restschnee übrig.











Das Gletscher(!!)horn heute:



Man wird es wohl bald umbenennen müssen!





Auf der Dufourkarte ist es noch ringsum von mächtigen Gletschern umgeben.









Und hier in diesem Wasserfall (der noch nie so mächtig war) geht die Pleine morte bachab:



Es fällt mir schwer, aus diesen kahlen Felsbrocken ein schönes Abschlussbild zu finden.

Doch - dann kommt mir am nächsten Morgen um 06.15 Uhr der Himmel zu Hilfe!:





:

Mittwoch, 2. August 2017

1.8.2017 Wanderung zu den Edelweissen

Es zieht mich wieder einmal auf den Edelweiss-Berg, in der Umgebung des Lauenensees.
In der Einsamkeit dort oben kann ich dem sinnlosen 1.August Geknalle entfliehen.

Wiederum der Lauenensee, diesmal von einer anderen Seite:










Ein gewöhnliches Blatt am Boden ....










...  im Gegenlicht der Morgensonne noch etwas verschönert:


Auf einer Alp muss ich die Wanderwege verlassen, mein Pfad führt nun entlang dieses Bächleins:




Nach einem Anstieg über Bergmatten kommt mein Ziel in Sicht:



???
Ich erinnere mich, dass ich jeweils über die rechte Flanke zum Gipfel aufgestiegen bin - aber ich kann mir nie und nimmer vorstellen, dort hochzusteigen!

Es hat hier auch keine Wege mehr, und ich habe eine etwas andere Route erwischt.
Ich muss noch links um diesen Berg herumwandern, dann kommt erst der "richtige" Gipfel in Sicht:



Der kommt mir nun wieder bekannt vor!
Man kann auf steilem Grasabhang direkt unter dem eigentlichen Gipfel an die rechte Flanke gelangen, dann gibts ganz zuletzt noch ein kurzes Kraxel-Stück:




Oben dann eine grosse ebene Blumenmatte:



Und dann finde ich sie wieder, die Edelweisse.
Nicht zwei, drei, sondern viele Hunderte!:







Oftmals wachsen die schönsten ganz am Rand, an der Kante zu den senkrechten Felswänden.
Ich lasse mich natürlich auf keine Experimente ein und krieche auf dem Bauch auf sicherem Untergrund zu diesen Fotosujets:






Leider muss ich diesen schönen Ort dann wieder verlassen und mich auf den Abstieg machen - in wenigen Stunden naht eine Gewitterfront, die ich nicht hier oben erleben möchte.





Bis zu einem nächsten Jahr denn!





An dieser Stelle möchte ich nochmal auf meinen Bootsbau-Blog hinweisen, das Projekt nimmt nun schon richtig Formen an!





Link:  www.derwegzumboot.blogspot.com