Dies ist nun schon das 6. Jahr meiner Mittwochstouren.
Einiges hat sich verändert an meinem Blog in dieser Zeit.
So kann ich keine Läufe mehr machen wie noch 2012, ich gehe auch nicht mehr strikte an jedem Mittwoch auf Wanderschaft, dafür nehme ich mir mehr Zeit fürs Fotografieren.

Auch 2017 wird es wieder Veränderungen geben.
Ich habe jetzt zwar mehr Zeit fürs Wandern und Biken, aber ich werde davon seltener einen Blog schreiben.
Ich will nur dann einen Bericht schreiben, wenn ich etwas Besonderes erlebt habe - ich will mich keinesfalls selber unter Druck setzen, an einem neblig grauen Tag einen Bericht schreiben zu "müssen" nur weil Mittwoch ist.

Wandern kann ich ja dann trotzdem, auch im Regen.



Die bisherigen Touren der früheren Jahre:

Neu gibt es jetzt noch einen Bericht über meine Freizeitbeschäftigung: derwegzumboot.blogspot.com

Kontakt: alfred-lehmann@bluewin.ch

Mittwoch, 12. April 2017

10.4.2016 Mit dem Bike auf den Rämisgummen, zu den Krokussen

Ich freue mich jeden Frühling auf diese schon fast alljährliche April-Biketour in die Krokusmatten.

Start an einem Werktag am Morgen - wegen der zu erwartenden Völker dort oben.
Seitdem die dichten Krokusmatten auf dem Rämisgummen mit Bild in der Zeitung zu sehen waren pilgern jeden Frühling Heerscharen dort hinauf.
Allerdings geschieht das "Pilgern" leider von den allermeisten mit dem Auto....

Die Emme bei Ramsei:




Aufstieg von Langnau nach Blapbach:





Ich kenne den Weg gut.
Ich weiss auch, dass demnächst 2 schöne (alljährliche) Fotostellen kommen:
Demnächst kommt eine Ebene mit einem einzelnen Baum und dem ganzen Voralpen-Panorama dahinter, später dann nach einem kurzen steilen Anstieg ein Waldrand, mit einem Holzzaun, imposantem Bergblick und einem wunderschönen Grastrail, auf den ich mich schon freue.

Hier der erste Ausblick:




Eine hat die geltende Aufstellungs-Ordnung nicht verstanden:


Und hier kommt gleich der nächste Fotostop (die Alpen leider in den Wolken):




Oben auf dem Rämisgummen:
Es hat zwar schon Krokusse, es hat auch viele... :






... aber der ganz grosse "Dichtestress" wie in anderen Jahren ist noch nicht da (wohl erst in 1-2 Wochen).

Bild von 2015:



Dafür ist auch der Dichtestress von Leuten noch nicht gross:



Nach einer etwas schitteren vertrockneten Röst im Berggasthaus Erika freue ich mich auf die Talfahrt, zu Beginn über Felder, hinunter nach Trubschachen:




In Trubschachen will ich bei Kamblis nach der Rösti noch etwas Güetzi nachlegen.
Zwar gibts zum Kaffee schon ein Güetzi, aber ich kann ja gut noch 2, 3 mehr holen gehen... :



Etwas masslos, sicher, aber in ganz guter Gesellschaft:

Ganze Familien, Biker, Töfffahrer und ein grosser Parkplatz voll von Automobilisten lassen es sich hier gut gehen - gratis (was man drinnen essen mag).



Zurück wieder an der Emme auf der Heimfahrt:



Zwar hatte es heute nicht die grossen Massen von Krokussen, dafür aber ein paar putzige Wölklein am Himmel:




Samstag, 8. April 2017

8.4.2017 Mit dem Bike: Delémont - Liestal

In Delémont, grad am Bahnhof:
"Confiserie, Chocolaterie, Tea Room" - das sind schon mal ein paar Begriffe, die mich zum Start  freudig stimmen!



Heute will ich mit dem Bike quer durch Baselland und den Solothurner Jura fahren.
Es ist ein mir völlig unbekanntes Gebiet mit den Ortsnamen Courroux, Bärschwil, Grindel, Erschwil, Zullwil, Nunningen, Bretzwil, Gempen, Nuglar.
Ich hoffe natürlich, unterwegs den einen oder anderen blühenden Kirschbaum anzutreffen!




Gleich beim ersten Anstieg von Courroux nach La Pierreberg muss ich einen längeren Not-Foto-Jagd-Stop einlegen!







Ein Tagpfauenauge flattert hier am Wegrand umher!
Ich kenne den zwar, habe ihn aber noch nicht so häufig gesehen, und fotografieren konnte ich ihn noch nie.









Er sitzt immer nur für ein paar Sekunden ab, macht auf-zu-auf-zu-auf, und wieder weg ist er - ich nichts wie hinterher!

Immer wenn er schön offen ist drücke ich ab, aber mit der Verzögerung des Verschlusses ist er auf dem Bild schon wieder zu.

Also drücke ich besser ab wenn er zu ist - und dann bleibt er einfach zu.....



So dauert es halt eine ganze Weile, bis alles stimmt, aber etwa beim vierzigsten Bild gelingt es:



Weiter gehts:




Mein Weg führt auf diesem Strässchen direkt hinunter zur Bärschwiler Jagdhütte.
Gewusst??



Immer wieder die blühenden Kirschbäume!






Dort oben beim Baum ist die vorletzte grössere Anhöhe, dann gehts meist abwärts über Nunningen nach Seewen.




Auf dem Gempenplateau blühts nochmal kräftig:






Die Kirschblüte hat wohl vor etwa einer Woche den Zenith schon überschritten.
Aber noch leuchtender als die Kirschen ist der Schwarzdorn:



Nuglar heisst das letzte Dorf vor meinem Ziel Liestal.


Franz Hohler beschreibt in seinem Buch "Spaziergänge", Nuglar sei "das Mekka der Kirschbäume".
Er hat im Jahr 2010 jede Woche eine Wanderung gemacht, das Erlebte literarisch verarbeitet und dann ein Buch herausgegeben mit diesen 52 Wanderungen.

Dieses Buch hat mich vor Jahren, 2012, animiert, auch jede Woche eine "Mittwochstour" zu machen, und das habe ich denn bis heute beibehalten.

Vgl. Einleitung zu meinem ersten Mittwochstourenjahr:
Link: www.mittwochstouren.blogspot.com


Auf seinem Spaziergang vom 18.4.2010 bei Nuglar dürfte er auch genau hier vorbei gekommen sein:



Jedoch hat Franz Hohler seine Wanderung ziemlich viel anders beschrieben als ich. 
Zitat aus seinem Buch:
"Die Kirschbäume ihrem weiteren Wachstum überlassend, folgen wir einem steilen Waldpfad und kommen nach einer Weile auf einem Aussichtspunkt an, der zum angekündigten Namen passt. Von einem Kalkfelsen blicken wir auf das sanfte Wellenmeer des Juras, aus dem kein Solist herausragt, den ich identifizieren könnte."

Ich sehe schon - literarisch ist für meine Berichte noch ziemlich viel Luft nach oben vorhanden.....      :(


Montag, 3. April 2017

3.4.2017 Wanderung Turtmann - Oberems

Das ist ein Tip von Ruth.
Ruth ist sozusagen meine Blog-Kollegin, ich schaue immer wieder gerne in ihren Blog mit den wunderschönen Naturbildern (Link rechts unterhalb des Titelbildes: Bevorzugte Blogs).
Sie hat mir einen Rat gegeben für "eine schöne Blüemlitour" in diesen Tagen, und das noch mit einem Link:

http://www.fotowanderungen.ch/210.html

Dort drin steht: "es blühte alles wie verrückt"...

Das ist natürlich ein Reizwort, dem ich nicht widerstehen kann.
Also mache ich mich am Montag gleich nach dem Mittag auf den Weg!

In Turtmann blühen erste Fruchtbäume:





Südwärts am Hang gehts auf einen kleinen Hügel, zur Kastlerenkapelle:






Schön ist das alles, aber noch nicht umwerfend.

Doch dann kommen die Matten mit den Adonisröschen!






Auf einem Schild lese ich, dass die Adonisröschen in der Schweiz nur hier bei Turtmann und im Unterwallis bei Saxon vorkommen.

In Saxon war ich auch schon einmal auf einer Mittwochstour:

Link: 16.4.2014 Adonisröschen bei Saxon



Eine andere nicht alltägliche Blume kommt hier vor, die Küchenschelle:





Weiter gehts den Hang hinauf nach Unterems:




Und dann: Enttäuschung!
Von den versprochenen Lichtblumen keine Spur!

Mitten im Dorf Unterems finde ich zwei, drei ganz vereinzelte Spätgeborene, kurz vor dem Ableben:



Ganz so üppig ist das nun auch wieder nicht, Ruth!

Doch es ist noch genug Zeit, also wandere ich weiter den Berg hoch nach Oberems.
Dort ist der Schnee erst seit kürzerer Zeit weg.

Und tatsächlich!
Oberhalb des Dorfes gehts richtig los mit den Lichtblumen!
Hier oben blühen sie noch - und das nicht allzu knapp!







Ich bin froh, dass ich sie doch noch gefunden habe!
Ganz zufrieden nehme ich am Abend das Bähnli hinunter nach Turtmann.

Das Dorf Unterems vom Bähnli aus:



Schön, wenn man zwei so seltene Blumen wie das Adonisröschen und die Lichtblume auf einer Tour findet!







Danke an Ruth für diesen excellenten Wandertip!